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Lokalnachrichten

Mittwoch, 20.02.2013 Lokalnachrichten - Emstek

Belegschaft und CDU erwarten Ende der Klinik

Emstek: Letzte Mahnwache auf Marktplatz
Belegschaft und CDU erwarten Ende der Klinik
Symbolfoto: Vorwerk

Von Thomas Vorwerk

Emstek. Die Mitarbeitervertretung des St.-Antonius-Stifts und der CDU-Gemeindeverband sehen das Ende des Emsteker Krankenhauses besiegelt. Die Orthopädie könne nur erhalten werden, wenn das zu erwartende Minus vor Ort aufgefangen werde, wurden den Mitarbeitern am Montag mitgeteilt. Mit Zuschüssen ist jedoch von keiner Seite zu rechnen. Die Angestellten sollen zum größten Teil an die Krankenhäuser in Vechta und Cloppenburg wechseln.

Gleichwohl sind medizinische Angebote an der Antoniusstraße in Zukunft nicht ausgeschlossen, wie Dr. Rudolf Kösters, Generalbevollmächtigter der Katholischen Kliniken im Oldenburger Münsterland (KKOM), und Geschäftsführer Michael große Hackmann in einer internen Besprechung erklärten. So ist eine Tagesklinik weiter im Gespräch. Neben Orthopäden könnten auch Ärzte aus den Fachgebieten HNO, Unfall- oder Gefäßchirurgie die Kapazitäten nutzen.

Zwar wurde auf dem Treffen auch die Vermietung eines Gebäudeteils an das Gemeindepsychiatrische Zentrum (GPZ) neuerlich in Betracht gezogen. Nach Informationen der MT ist aber die GPZ-Variante nicht mehr zwingend die erste Wahl. Wie eine Alternative aussehen könnte, ist indes noch nicht nach außen gedrungen. Heute wird letztmalig zu einer Mahnwache vor dem Emsteker Rathaus aufgerufen. Dort will ab 18 Uhr auch der Kuratoriumsvorsitzende Pfarrer Michael Heyer Stellung beziehen.

Die CDU in der Gemeinde Emstek geht von einer längst beschlossenen Sache aus. Es sei nicht zu erkennen, dass man seitens der KKOM irgendwann bereit gewesen sei, dem Krankenhaus in Emstek auch nur den Hauch einer Chance zu geben, erklärte die CDU.

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  • Otto Brüggmann | 20.02.2013, 15:14 Uhr
    Es müsste doch vielen mal auffallen das hier in Südoldenburg nur katholische Krankenhäuser, Kindergärten usw. gibt, die Arbeitnehmer haben kein gesetzliches Arbeitsrecht und die Kirche macht mit den Menschen was sie will.
    Obwohl der Staat bei den Krankenhäusern alles bei den Kindergärten das meiste bezahlt. Also wir alle mit unseren Steuern, auch Krankenschwestern und Ärzte. Hier wird nicht mit der Kirchensteuer bezahlt.
    Der Staat hier die Landkreise und Gemeinden drücken sich vor der Verantwortung und überlassen alles der Kirche.
    Obwohl in Deutschland laut statistischem Bundesamtes nur ca. 30% katholisch, ca. 30% evangelisch und ca. 30% religionsfrei sind.
    Ist es eigentlich der Politik klar das das Mittelalter vorbei ist, wir haben das Jahr 2013.
    Frau Merkel sagt gerne wenn leider etwas privatisiert wird, der Staat ist nicht der bessere Unternehmer, die Kirchen aber bestimmt nicht.
    Das hat mit Glauben oder nicht glauben nichts zu tun.
  • Mike Mischo | 20.02.2013, 10:14 Uhr
    Dass die Schließung von zunächst Löningen und Emstek und jetzt Emstek schon beschlossene Sache war zeigt sich auch daran wie schnell das Konzept zur Schließung seinerzeit aus dem Hut gezogen war. Dies allerdings politisch zu kritisieren ist absolut Fehl am Platze. Man sollte sich eher fragen warum es damals in der entscheidenden Abstimmung im Stiftungsbeirat nur ein Veto (das von Löningen) gab während sich Emstek enthielt. Und das bei einer Frage von Sein oder Nichtsein. Der Widerstand in den Entscheidungsebenen des Krankenhauses muss zu dieser Zeit schon gebrochen gewesen sein und die Mitarbeiter wurden in der Folgezeit nur auf falsche Hoffnungen vertröstet. Schuld daran ist aber nicht die Politik sondern der Gewinnmaximierungsverein des Betreibers. Jedoch sollte man sich jetzt auch an die klugen Rednerinnen und Redner auf den Kundgebungen wenden, vielleicht erinnern sie sich noch an ihre vollmundigen Versprechungen aus dem Wahlkampf.

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