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Samstag, 26.01.2013 Lokalnachrichten - OM & Region

Kleine Kliniken ringen zäh um ihre Existenz

Entscheidung am Montag ist fraglich
Kleine Kliniken ringen zäh um ihre Existenz
Foto: Siemer

Löningen/Emstek (kre). Das Kuratorium des Löninger St. Anna-Stifts soll sich nach Informationen der Redaktion am Donnerstagabend noch nicht auf eine endgültige Verhandlungsposition festgelegt haben. Nach dem Treffen mit Krisenberater Dr. Rudolf Kösters und KKOM-Geschäftsführer Michael gr. Hackmann verhandelten die Vertreter des Krankenhauses gestern weiter mit dem Christlichen Krankenhaus Quakenbrück über ein besseres Angebot für eine Partnerschaft.

Bisher soll Geschäftsführer Heinrich Titzmann dieselben Einschnitte für eine Sanierung verlangt haben wie der Südoldenburger Verbund: Keine große Chirurgie mehr, keine Intensivstation. Damit bleibe den Löningern „die Wahl zwischen Pest und Cholera“, kommentierte ein Lokalpolitiker die Lage: „Wir hätten kein Krankenhaus mehr.“

Der Klinik-Verbund sperrt sich jedoch anscheinend nicht mehr gegen eine Kooperation zwischen Löningen und Quakenbrück. Die KKOM sei bereit eine solche Lösung zu akzeptieren, verlautete gestern überraschend aus zuverlässiger Quelle. Eine aktive Rolle wolle der Verbund in solchen Verhandlungen jedoch nicht übernehmen, hieß es. Kösters und gr. Hackmann hatten dagegen am Donnerstagabend noch auf einen Verbleib des St.-Anna-Stiftes im Verbund gedrungen.

Wegen der hohen Anspannung steht am Wochenende ein Sitzungsmarathon bevor. Das Löninger und das Emsteker Kuratorium wollen in weiteren Sitzungen über die Lage beraten. Zudem ist ein Treffen der Bürgermeister und Fraktionsvorsitzenden der betroffenen Gemeinden geplant.

Das Kuratorium der St-Franzikus-Stiftung in Emstek beriet gestern bis in den späten Abend gemeinsam mit Pfarrer Michael Heyer. Ob Emstek auf den Erhalt seiner Fachklinik besteht oder einen Ausgleich durch die Gemeindepsychatrie aus Cloppenburg hinnimmt, blieb offen. Das eigene Konzept, das das Kuratorium in Auftrag gegeben hatte, war erst am Abend zuvor fertig geworden. Kuratoriumsmitglied Franz-Josef Holzenkamp, erneuerte seine Forderung, Denkverbote dürfe es nicht geben.

Ob in der mit Spannung erwarteten KKOM-Sitzung am Montagabend schon ein Beschluss fällt, wird wegen der verworrener Situation immer unwahrscheinlicher. Möglich sei auch eine Vertagung der Abstimmung, hieß es übereinstimmend aus unterschiedlichen Quellen. Die Mitarbeitervertretung in Löningen hat unterdessen in einem offenen Brief gegen die 15-prozentigen Lohnkürzungen und die drohenden Entlassungen protestiert. Die MAV fordert, das medizinische Angebot unter allen Umständen zu erhalten.

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