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Donnerstag, 29.11.2012 Lokalnachrichten - OM & Region

Weihbischof sieht sich als „Zielscheibe“

Offizialat: Kein Geld aus Kirchensteuern
Weihbischof sieht sich als „Zielscheibe“
Foto: Kreke

Von Heinrich Kaiser

Oldenburger Münsterland. Das Offizialat in Vechta wird kein Geld aus Kirchensteuermitteln für die Sanierung der angeschlagenen Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland (KKOM) zur Verfügung stellen. Das stellte Finanzdirektor August Dasenbrock am Donnerstag in Vechta klar. Wenn sich Krankenhäuser für einen Ausstieg aus dem Verbund entscheiden würden, werde das Offizialat diesen Schritt akzeptieren, hieß es auf der Pressekonferenz.

Erstmals hat sich Weihbischof Heinrich Timmerevers zur Krise geäußert. „Die Leidtragenden sind die Mitarbeiter in den Kliniken. Sie haben Sorge um ihren Arbeitsplatz. Ihre Wut verstehe und respektiere ich“, sagte der Offizial in Vechta. Der Ärger der Menschen richtet sich nicht nur gegen die Klinikleitung, sondern auch gegen die Kirche. Das Offizialat und er selbst würden zur Zielscheibe. Es gebe aber keine einfache Erklärung für die Krise „Mit Schuldzuweisungen ist es nicht getan“, meinte der Weihbischof.

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  • Hans Bernd Illing | 30.11.2012, 10:32 Uhr
    Daß die katholische Kirche nicht das Mißmanagement dieses Klinik-verbundes auf Dauer tragen könnte oder will, kann ich gut nachvollziehen. Aber als Zeichen der Verbundenheit mit den Mitarbeitern dieser Krankenhäusern hätte ich es gut gefunden, daß sie aus humanitären Gründen kurzfristig/einmalig die Kosten für das Weihnachtsgeld 2012 übernommen hätte und diese Menschen nicht plötzlich im Regen/Schnee stehen läßt. Wo ist hier die Mitmenschlichkeit. 10 Gebote wozu? Viel einfacher: Tue nichts anderen, was Du selbst auch nicht erleiden möchtest.
  • Mike Mischo | 30.11.2012, 06:53 Uhr
    Ein Grund mehr die Kirchensteuer zur kommunalen Stützung menschenwürdigen Lebens umzufunktionieren. Und Krankenhäuser gehören nunmal dazu, gerade ältere Menschen wo ein Lebenspartner ins Krankenhaus kommt kann es nicht zuzumuten sein dann nahezu täglich 30 bis 50 Kilometer zu fahren oder gefahren werden zu müssen. Zudem kommt es bei Infarkten und Schlaganfällen auf jede Minute an, durch einen halbstündigen Transport würden Menschen sterben. Wenn also die Kirchensteuer nur zur Aufrechterhaltung der kumulierten Werte der Institution verwendet werden kann diese für die Menschen besser ins eigene Krankenhaus investiert werden. Dann kann sich die Kirche auf das Leben nach dem Leben konzentrieren.

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